Technische Zuverlässigkeit
Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik
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© Fraunhofer IWES
Forschungsthemen
Das Fraunhofer IWES baut seine Kompetenzen im Forschungsbereich Tragstrukturen für Windenergieanlagen systematisch aus. Für den Standort Hannover sprechen die Kooperationsmöglichkeiten mit den Instituten des universitären Forschungsverbundes ForWind und das geplante Großversuchslabor in Marienwerder.
Im Fokus stehen die Optimierung und Neuentwicklung von Tragstrukturen für Repowering-Maßnahmen im Onshore-Windenergiebereich und von Tragstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen. Mittels optimierter Designprozesse durch verbesserte Simulationsmodelle und -tools in Kombination mit begleitenden experimentellen Untersuchungen sowie messtechnischer Überwachung im Feld und Labor sollen innovative Tragstrukturkonzepte entwickelt werden. Weitere Themen sind neue Materialkombinationen, Korrosionsschutz und Bauverfahrenstechnik.
- Experimentelle Tests unter multi-axialer Belastung
- Boden-Bauwerks-Interaktion
- Optimierung und Innovation
- Schadenfrüherkennung
- Zustandsorientierte Instandhaltung
- Technisch zuverlässige Auslegung und Applikation von Sensorik
- Härtetest unter Offshore-Bedingungen
- Experimentelle Tests unter multi-axialer Belastung
- Boden-Bauwerks-Interaktion
- Optimierung und Innovation
- Schadenfrüherkennung
- Zustandsorientierte Instandhaltung
- Technisch zuverlässige Auslegung und Applikation von Sensorik
- Härtetest unter Offshore-Bedingungen
Experimentelle Tests unter multi-axialer Belastung
Aufgelöste Tragstrukturen für Wassertiefen zwischen 25 und 70m werden auf See durch räumlich angreifende Wind-, Wellen- undBetriebslasten besonders im Bereich der Strukturknoten mehr-axialbeansprucht. Die geplanten Versuchseinrichtungen ermöglichendem Fraunhofer IWES neuartige Strukturtests unter multi-axialerdynamischer Belastung.
Boden-Bauwerks-Interaktion
Die dynamischen Eigenschaften der Tragstruktur werden signifikant vonden Bodenverhältnissen beeinflusst. Bodeneigenschaften, diesich durch dynamische Beanspruchungen im Laufe der Betriebsdauer einerWindenergieanlage verändern, müssen bei der Entwicklung desErmüdungsdesigns unbedingt berücksichtigt werden. Es bestehtenormer Forschungsbedarf, um das Verhalten der Gründungselementeunter zyklischen Lasten präziser voraussagen zu können. Einneuartiges Prüfkonzept für Tests an Tragstrukturen mitGründungselementen unter realen Offshore-Bodenverhältnissenund in großem Maßstab sollen die Auslegungsgrundlagenfür die Gesamtstruktur und für Gründungselementeabsichern und verbessern.
Optimierung und Innovation
Optimierte, leichtere Tragstrukturen steigern dieWirtschaftlichkeit der Windenergie durch Material- bzw.Kosteneinsparungen und schonen die Umwelt. Versuche imGroßmaßstab an Gesamtstrukturen und Versuche imMaßstab 1:1 an neuralgischen Bauteilen unter realitätsnahen,mehraxialen Belastungsszenarien liefern hierfür eineerstklassige Grundlage. Validierungstests, beschleunigteLebensdauertests von Strukturen aus Stahl-, Stahlverbund- undFaserverbund-Werkstoffen, Prüfung von Gründungselementenunter zyklischen Lasten in nachgestellten Offshore-Bodenprofilen, Testsdes dynamischen Verhalten der Gesamtstruktur unter realitätsnaherAbbildung der Boden-Bauwerks-Interaktion und die Optimierung undErprobung von Bauverfahrenstechniken sollen dort möglich werden.
Schadenfrüherkennung
Für Betreiber von Offshore-Windenergieanlagen ist dieZuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Anlagen vonhöchster Bedeutung, denn Ausfall sowie unplanmäßigeWartung führen meist zu hohen Kosten. Ein Schlüsselfaktorfür die verbesserte Wirtschaftlichkeit ist die Identifikation vonVerbesserungsmöglichkeiten bei der Entwicklung neuerAnlagengenerationen sowie Potenziale für das nachträglicheAus- und Umrüsten bestehender WEA.
Zustandsorientierte Instandhaltung
Der Bedarf an zuverlässiger Messtechnik und Sensorik für dieFernüberwachung der Strukturen und Anlagen wird in dennächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, da zukünftigeOffshore-Windparks weit entfernt vor den Küsten erbaut werden unddaher der Zugang sehr aufwendig ist. Windenergieanlagen unterliegen imOffshore-Bereich starken mechanischen und witterungsbedingtenBelastungen. Hierdurch entstehende potenzielle Defekte müssenrechtzeitig erkannt und im Rahmen zustandsorientierterInstandhaltungsmaßnahmen behoben werden. Eine zustandsorientierteInstandhaltung setzt permanentes Monitoring zurZustandsüberwachung sowie die Entwicklung vonSchadensfrüherkennungsalgorithmen voraus.
Technisch zuverlässige Auslegung und Applikation von Sensorik
Structual Health/Condition Monitoring Systeme (SHM/CMS) lieferndie erforderlichen Daten zur Ermittlung von Lastkollektiven undBeanspruchungen der Anlage und ihrer Komponenten. Hierfür werdenRotorblätter, Turm, Gründung sowie Antriebsstrang mitSensoren ausgestattet. Die technisch zuverlässige Auslegung undApplikation von Sensorik im Offshore-Bereich ist eineGrundvorraussetzung. Die Nachbildung von Offshore-Umweltbedingungen mitHilfe einer Offshore-Klimakammer sowie Belastungstests mittelsHASS-HALT-Testverfahren ermöglichen erstmals Benchmarking undQualifizierung von Sensorik und Elektronikkomponenten sowie dieFestlegung von Designregeln für Offshore-taugliche Sensor- undMesstechnik mit erhöhter Zuverlässigkeit.
Härtetest unter Offshore-Bedingungen
An verschiedenen Feldversuchsständen entlang der deutschenNordseeküste werden Korrosionsschutzsysteme und Polymermaterialienfür die Anwendung im Offshore-Bereich unter realen Bedingungengetestet. Dabei werden biologische Lastkollektive besonders untersucht,da deren Transfer ins Labor extrem schwierig und aufwendig wäre.Die Schädigungs-mechanismen werden aufgedeckt und entsprechendeGegenmaßnahmen und Schutzstrategien werden erarbeitet.



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