Testzentren | Labore
Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik
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Kompetenzzentrum Rotorblatt
Durch statische und zyklische Ganzblatttests wird die Degradation in Rotorblättern während der 20-jährigen Nutzungsphase in wenigen Monaten prognostizierbar. In einem einzigartigen 70-Meter langen Prüfstand werden Lasten bis zu 50 Meganewtonmeter über fünf Belastungspunkte auf Rotorblätter aufgetragen. Die Kraftaufbringung über Hydraulikzylinder erlaubt eine sehr kontrollierte Belastung. Bis zu 250 Dehnungsmessstreifen liefern parallel mit Kraftmessdosen, Seilzugaufnehmern, Winkelsensoren sowie Beschleunigungs-, Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren aussagekräftige Werte. Eine Frequenzanalyse ermöglicht die Eigenfrequenzbestimmung der Rotorblätter. Neben der Ganzblattprüfung liefert die Materialprüfung wesentliche Kennwerte für die Entwicklung von Rotorblättern. Drei Aufspannfelder mit einer maximalen Abmessung von 12 x 3 Metern sowie entsprechende Aufspannwinkel für vielfältige Prüfaufgaben an Komponenten gehören zur Infrastruktur. Die Prüflinge können mit einer leistungsfähigen Hydraulik (maximal 100 kN) oder mit einem Exzenter (z.B. 20 kN bei 2 Hz) belastet werden. Die Lebensdauer eines Rotorblatts wird derzeit auf Basis von Daten aus Coupon-Materialtests und Ganzblattprüfungen kalkuliert. Statische und dynamische 3-Punkt-Biegeversuche an Komponenten liefern ergänzende Ergebnisse zu den Eigenschaften der Klebverbindung.




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