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Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik

Offshore-Auslagerungsstandorte
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Offshore-Auslagerungsstandorte

Das Lastkollektiv an einem Offshore-Standort unterscheidet sich erheblich von den Material­belastungen in bestehenden Laborprüfverfahren. Offshore-Materialien sind extreme Bedin­gungen wie Temperaturschwankungen, erhöhter UV-Strahlung, Salzwasserbelastung, biolo­gisch induzierter Korrosion und mechanischer Belastung ausgesetzt. An vier Auslagerungs­standorten – Wilhelmshaven, Sylt, Helgoland sowie im Weser-Mündungsbereich – werden Materialien und Komponenten unter Offshore-Bedingungen getestet, um neue Erkenntnisse zur Langzeitstabilität von Sensorsystemen zu gewinnen. Da sich die Umweltbedingungen an den Standorten unterscheiden, zeigen sich unterschiedliche Schädigungsprofile. Dementspre­chend werden angepasste Schutzstrategien entwickelt. Sensoren werden zunehmend an Off­shore Windenergieanlagen eingesetzt, um Materialermüdung zu registrieren. Sie nehmen kleinste Veränderungen in der Werkstoffstruktur wahr und melden sie an das System. Die Ergebnisse werden für eine Validierung und Verbesserung aktueller Laborprüfverfahren ein­gesetzt. Auf dieser Basis modifizierte Labor-Materialtests, die die echten Belastungen nach­bilden und steigern, führen in verkürzten Zeiträumen zu belastbaren Aussagen. Diese fließen wiederum in allgemeine Prüfstandards für Offshore-Materialien und Komponenten ein. Neue Methoden zur Materialprüfung werden für konkrete Aufgabenstellungen entwickelt.

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