Kurzprofil
Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik
- Ziele und Schwerpunkte
- Zukunftsfelder
- Entwicklung
Ziele und Schwerpunkte
Die Forschungsgebiete des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie sowie die Integration der erneuerbaren Energien in Versorgungsstrukturen. Forschungsschwerpunkte sind:
- Technik und Betriebsführung von Windenergieanlagen und -parks
- Dynamik von Windenergieanlagen und Komponenten
- Komponentenentwicklung Rotor, Antriebsstrang und Gründung
- Test- und Bewertungsverfahren für Anlagen und Komponenten
- Umweltanalytik Wind, See und Boden für die Wind- und Meeresenergienutzung
- Regelung und Systemintegration dezentraler Energiewandler und Speicher
- Energiemanagement und Netzbetrieb
- Energieversorgungsstrukturen und Systemanalyse
Zukunftsfeld Windenergie
Zielgerichtete Zusammenarbeit statt Einzelaktionismus. Der stärker vernetzte Forschungsverbund von Fraunhofer IWES und ForWind ist in der Lage, langfristige, strategisch wichtige Großprojekte der Windenergieforschung kompetent zu bearbeiten. Im April kann der Offshore-Testwindpark »alpha ventus« auf eine einjährige Betriebslaufzeit zurückblicken. Das Fraunhofer IWES koordiniert in der Initiative RAVE die Forschungsaktivitäten auf dem Testfeld. Die »lessons learnt« kommen der gesamten Branche zugute. Diese Weiterentwicklungen werden durch systemübergreifende Forschung am Fraunhofer IWES unterstützt.
Zukunftsfeld Energiesystemtechnik
Der weitere Ausbau der regenerativen Energien und die damit verbundene Verdrängung konventioneller Leistung erfordert vor allem die nachhaltige Umgestaltung der Versorgungsstrukturen durch den Einsatz moderner Leistungselektronik und die informationstechnische Vernetzung und Koordination von Erzeugern, Netzen, Speichern und Verbrauchern. Ziel zukünftiger F&E-Anstrengungen muss es sein, die Versorgungsstrukturen so zu gestalten, dass die Netzstabilität und die Versorgungssicherheit bei wachsender Anzahl fluktuierender Erzeuger auch ohne große Leistungsreserven gewährleistet bleiben.
Entwicklung
Das Fraunhofer IWES wurde zum Jahresbeginn 2009 gegründet und ist aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven sowie dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik ISET e.V. in Kassel hervorgegangen. Die Institutsleitung ist in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft an Professuren der Universitäten in Hannover und Kassel gekoppelt. Der Institutsteil Bremerhaven wird seit dem 1. Oktober 2010 von Prof. Dr. Andreas Reuter geleitet, der gleichzeitig auf die Professur für Windenergietechnik an der Universität Hannover berufen wurde. Er trat die Nachfolge des kommissarischen Leiters Dr. habil. Hans-Gerd Busmann an, der zuvor seit 2006 das CWMT aufgebaut und geleitet hatte. Den Kasseler Institutsteil leitet Prof. Dr. Jürgen Schmid, der seit 1998 Vorstandsvorsitzender des ISET war. Die altersbedingte Neubesetzung in Kassel wird voraussichtlich im Herbst 2011 erfolgen.
Das Institut konnte seinen Wachstumskurs auch im Jahr 2010 kontinuierlich fortsetzen und die Erträge auf rund 22 Mio. Euro steigern. Besonders erfreulich ist der überproportionale Anstieg der Wirtschaftserträge um gut ein Drittel auf 3,7 Mio. Euro. Für die neuen Herausforderungen konnte das IWES mit über 230 Personen in das Jahr 2011 starten. Ein Jahr zuvor waren es rund 200. Neben dem Wachstum in Bremerhaven und Kassel wurde der Institutsteil Bremerhaven 2010 zusätzlich um zwei Außenabteilungen erweitert. Die neue Projektgruppe an der Universität Hannover widmet sich unter der Leitung von Prof. Dr. Raimund Rolfes und Prof. Dr. Peter Schaumann dem Thema Tragstrukturen. Die neue Projektgruppe an der Universität Oldenburg hat den Schwerpunkt Strömungs- und Systemdynamik und wird von Prof. Dr. Joachim Peinke geleitet. Das Fraunhofer IWES konnte dadurch seine hohe nationale und internationale Reputation weiter ausbauen.


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