HAPT

Highly Accelerated Pitch Bearing Test

Zuwendungsgeber: BMWi
Partner: IMTK, IMO
Laufzeit: 01/2016 - 09/2020
   


 

Blattlager von Windenergieanlagen werden in der Praxis weitestgehend erfahrungsbasiert ausgelegt. Solange keine größeren Änderungen an der Konstruktion oder Belastungsart der Lager auftreten, ist dies unproblematisch. Die Projektpartner setzen sich gemeinsam für eine rechnerische Auslegung der Blattlager ein und ermöglichen durch den Bau eines Prüfstandes die Validierung unter realistischen Bedingungen.

Eine Maßnahme zur Lastenreduktion ist Individual Pitch Control (IPC). Diese gleicht die Lasten an den einzelnen Rotorblättern aneinander an und reduziert so die Lasten, die auf die Struktur der WEA wirken. Mehrere Hersteller streben den Einsatz von IPC an, denn die Reduktion von Lasten erlaubt es, die Struktur leichter und damit günstiger auszuführen, so dass die Stromgestehungskosten für Windenergie weiter sinken. Derzeit ist es jedoch nicht möglich, sichere Aussagen über die Eignung von Rotorblattlagern für den Einsatz von IPC zu treffen. Darüber hinaus steigen die Anforderungen an die Lager durch den Einsatz von IPC.

Das HAPT-Vorhaben will diese Unsicherheiten beseitigen und somit den Einsatz von IPC und weiteren Technologien, für die eine Validierung der Blattlager notwendig ist, ermöglichen. Zentrales Instrument dafür sind Dauertests von Blattlagern auf einem neuen Blattlagerprüfstand. In diesen Dauertests sollen die realen Bedingungen in der WEA wirklichkeitsnah nachgebildet werden. Die Forscher entwickeln die Testmethode und den Prüfstand. Auf Basis dieser Tests wollen sie außerdem eine Methode zur Lebensdauerberechnung von Blattlagern erstellen. So soll die Dimensionierung in Zukunft exakter und IPC zuverlässig ermöglicht werden.