RAVE

Research at Alpha Ventus

 

Zuwendungsgeber: BMWi
Partner: /
Laufzeit: 01.02.2017 – 31.01.2020

 

Als 2009 der Startschuss für den Bau des ersten deutschen Forschungs-Windparks „alpha ventus“ 45 km nördlich der Insel Borkum fiel, standen die Frage der Umsetzbarkeit in großer Küstenentfernung und Tiefwasser sowie die Validierung der damals neuen 5 MW-Anlagenklasse im Vordergrund. Die Forschungsinitiative „Research at alpha ventus“ (RAVE) begleitete von Anfang an das Testfeld und verknüpfte dabei die Projekte, die sich um die insgesamt 12 Windenergieanlagen von Adwen und Senvion drehten. Dank großer Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wurden bislang rund 40 Forschungsvorhaben gefördert.

Heute drehen sich etwa 700 Offshore-Windenergieanlagen vor deutschen Küsten, rund 3100 in Europa. Die Realisierbarkeit von Offshore-Windparks ist längst bewiesen; daher stellt das im Februar gestartete Folgeprojekt Fragen zu Betrieb und Zuverlässigkeit der Anlagen in den Vordergrund. Die Forschung zielt in erster Linie auf die Reduktion der Gestehungskosten von Offshore-Windstrom und die Risikominimierung ab. „Alpha ventus“ ist nicht nur der Windpark mit der längsten Betriebserfahrung in deutschen Gewässern, er ist zudem auch üppig mit Messtechnik bestückt: Seit 2010 wurden über 22 Terabyte Daten aufgezeichnet und archiviert, die hochrelevant für die aktuellen Fragestellungen sind. Die RAVE-Partner wollen unter dem bewährten Schirm neue Forschungsprojekte starten und dabei das Testfeld und seinen reichen Datenschatz zu nutzen.

Für die Qualität der Offshore-Forschung ist die Vernetzung innerhalb von RAVE, aber auch mit anderen Forschungsprojekten in Deutschland und der internationalen Forschungsgemeinschaft essenziell. Die Potenziale zur Kostenreduktion und Risikoreduzierung lassen sich nur international sinnvoll erschließen. Daher sind Kommunikation und Erfahrungsaustausch wichtige Aspekte des Projektes.