AVIMo

Active Work Vessels In Motion
Reduzierung der logistischen Risiken für Arbeitseinsätze auf See

Zuwendungsgeber: BMWi
Partner: Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen (LuFI), Wölfel Engineering GmbH + Co. KG
Laufzeit: 12/2018 – 11/2021

 

  • Das Forschungsprojekt AVIMo widmet sich den Zusammenhängen zwischen Schiffsbewegungen und Verzögerungen der Arbeiten in Offshore-Windparks.
  • Ziel des Gesamtprojektes ist die Kombination von Wetter- und Seegangsdaten mit dafür modellierten Arbeitsschiffbewegungen in einem logistischen Planungs-Demonstrator.
  • Das Fraunhofer IWES ist in einem Teilprojekt für die Entwicklung eines Software-Demonstrators zuständig.
  • Als Ergebnis sollen Arbeitseinsätze auf See besser geplant werden können und Logistikkosten sinken.

Offshore-Windparks werden in immer weiteren Entfernungen zur Küste und damit in immer größeren Wassertiefen errichtet. Mit zunehmenden Küstenentfernungen und großen Wassertiefen steigen nicht nur die technischen Anforderungen, etwa an die Tragstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen, sondern auch die Kalkulation der Installations- und Wartungskosten wird komplexer. Grund dafür sind u.a. Wettereinflüsse. Daher bieten jegliche Informationen über Einsatzlimitierungen von Arbeitsschiffen auf See großes Potential um Windparkkosten zu senken, wettersensitive Errichtungszeit zu prognostizieren sowie den Betrieb von Offshore-Windparks zu kalkulieren und wettbewerbsfähiger zu machen. Die Berichte von Windparkbetreibern und Schiffspersonal bestätigen wiederholt, dass die logistischen Möglichkeiten und die Limitierungen der anstehenden Arbeiten dabei maßgeblich vom Wind und von den Bewegungen der Arbeitsschiffe im Seegang bestimmt werden.

Das Gesamtvorhaben ermittelt die Zusammenhänge zwischen Schiffsbewegungen und Verzögerungen in Offshore-Wind-Projekten. Schiffsbewegungen haben einen starken Einfluss auf die Durchführbarkeit von Offshore-Arbeiten. Einflüsse existieren z.B. bzgl. Erschöpfung der Techniker und technischer Limits des Equipments sowie der Zugänglichkeit von Offshore-Windenergieanlagen.

Das Fraunhofer IWES wird einen Software-Demonstrator entwickeln, der bei der Analyse von Projektplänen den Einfluss der Schiffsbewegungen beachtet. Hierfür müssen Methoden entwickelt und angepasst werden, die auf den Messungen und Simulationen der anderen Teilprojekte basieren. Eine besondere Schwierigkeit stellt die Verbindung von lokalen Wetterdaten und den Mess- und Simulationsergebnissen dar. Zum Abschluss des Forschungsprojektes soll es anhand lokaler Wetterdaten möglich sein, den Einfluss der Schiffsbewegungen auf die Projektdauer von Aktivitäten im Offshore-Windpark zu identifizieren. Untersucht werden unter anderem die Einflüsse von unterschiedlichen Beladungen, unterschiedlichen Offshore-Prozessen sowie die Erschöpfung der Techniker.

 

© Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen