MegayachtSchaum

Beschichtung von Oberflächen großer mobiler maritimer Konstruktionen auf der Basis von sprühfähigen Hartschäumen als Ersatz konventioneller Spachtelsysteme

 

Zuwendungsgeber: BMWi, PTJ
Partner: GTF Freese, Abeking&Rasmussen, yachtwerft meyer, HSVA, ISAT Hochschule Coburg
Laufzeit: 01/2019 - 12/2021

 

Im maritimen Bereich spielt der Einsatz innovativer Materialien eine große Rolle – sie müssen widerstandsfähig und leicht sein. Sprühschäume erfüllen diese Voraussetzung. Im Projekt MegayachtSchaum wird ein neues, auf Epoxidschaum basierendes Beschichtungssystem entwickelt und untersucht.

Das auf einer Hybridstruktur basierende System soll mindestens genauso leistungsfähig wie die bisher verwendeten Spachtelsysteme sein und verbesserte Materialeigenschaften aufweisen. Auf diese Weise können Materialdefekte reduziert und die Widerstandsfähigkeit bei thermischen und mechanischen Belastungen verbessert werden. Zudem soll das Material sprühfähig und leichter sein.

Neben den Materialaspekten werden prozesstechnische Optimierungen angestrebt: Der Materialauftrag soll maschinell erfolgen, ebenso wie das Abfräsen und Schleifen nach der Aushärtung – drei Schritte, die bisher manuell erfolgen.

Die IWES-Forscher bewerten im Projekt das neue Beschichtungssystem hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit: Mithilfe experimenteller Komponentenprüfungen werden die Materialeigenschaften des Verbundmaterials spezifiziert, um in der Folge Struktur- und Werkstoffmodelle abzuleiten. Die Modellbildung wird dann in die numerische Simulation übertragen, um die Schadensinitiierung an Materialübergängen zu untersuchen. Für den maritimen Sektor wird getestet, wie widerstandsfähig das neue Hybridsystem gegen Impact-Belastungen wie eindringendes Wasser durch Oberflächenrisse oder Korrosionen an den Grenzflächenübergängen zum Schiffsrumpf ist.

Die Prüfungs- und Überwachungsmethoden werden speziell für das Hybrid-Verbundmaterial entwickelt und sind somit optimal auf dessen Materialeigenschaften abgestimmt. Die Ergebnisse sind nicht nur für den Yacht-Bereich, sondern auch für Schaum- und Laminathersteller für die Rotorblattproduktion von Interesse.