Restrike XL

Untersuchung des Langzeitanwachsverhaltens gerammter und vibrierter Offshore XL-Monopiles basierend auf Pfahlprobebelastungsergebnissen

 

Zuwendungsgeber: BMWi
Partner: MARUM / Universität Bremen, Geo-Engineering.org GmbH, innogy SE
Projektlaufzeit: 11/2017 – 10/2020

 

Im Projekt Restrike XL werden Ursache und Wirkung des sogenannten Anwachseffektes (set-up-Effektes) an Tiefgründungen (Pfählen) auf dem Testfeld in Altenwalde, Cuxhaven, untersucht. Dieses dient als Feldlabor, in dem bereits in der Vergangenheit durch eine Vielzahl von Experimenten an großmaßstäblichen Versuchspfählen (Vibro-Projekt, VIBRO RE-Strike, dynapile) wertvolle Pfahl- und Bodendaten gewonnen werden konnten.

Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen dabei die physikalischen Ursachen des Anwachseffektes. Diese werden sowohl an gerammten als auch an vibrierten Pfählen betrachtet. Dazu werden die Ergebnisse von in Vorgängerprojekten erfolgten Messungen ausgewertet und zusätzlich Laboruntersuchungen und Zentrifugentests durchgeführt. Auch die Auswertung der Messungen an Pfählen der Drucksondierungen in Verbindung mit geophysikalischen Messungen in der Pfahlumgebung sowie die Erstellung eines regionalen statigraphischen Untergrundmodells stehen auf der Agenda.

Die Projektpartner werden darüber hinaus eine Software zur Prognose des Anwachseffektes mittels numerischer Simulation entwickeln. Diese wird die Pfahlinstallation und den Anwachs-Effekt abbildbar machen und eine Grundlage für praxisrelevante, geotechnische Bemessungsmethoden bilden. Die Ergebnisse werden dann in die Entwicklung eines Prognose-Tools für den Anwachseffekt an konkreten Anlagenstandorte eingehen.

Ziel des Projektes ist es, zur Optimierung von Installationsverfahren für Gründungen von Offshore-Windenergie-Anlagen beizutragen und schallemissionsarme Vibrationsmethode zur Pfahlinstallation umfassender zu etablieren.

Das Fraunhofer IWES trägt dazu durch die Auswertung der Geophysik, der CPT-Interpretation, der Durchführung von simple shear-Versuchen sowie zur Numerik für die Weiterentwicklung des Baugrund-Modells bei. Zudem stellt es die Pfahleindringung in den Untergrund dar, führt eine Sensitivitätsanalyse durch und bringt sich bei den theoretischen Arbeiten zur Erforschung der physikalischen Grundlagen ein.