Fraunhofer: Mit »Gondel-Lidar« die Innovationskraft der Onshore-Windenergiebranche stärken

© Fraunhofer IWES
Beispiel einer Windenergieanlage, auf der drei moderne Lidar-Messgeräte auf der Gondel installiert sind, die mittels Lasertechnik den anströmenden Wind bis in mehreren hundert Meter Entfernung erfassen. So sind u. a. vorausschauende Regelungskonzepte möglich, mit denen sich die Erträge steigern und gleichzeitig die Belastungen der Bauteile von WEA reduzieren lassen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft möchte mit ihrem KMU-akut-Programm »Forschung für den Mittelstand« die Innovationskraft von KMU stärken und möglichen wirtschaftlichen Einbußen durch die Corona-Pandemie entgegenwirken. Für die Windenergiebranche initiieren die Fraunhofer-Institute IEE und IWES ein Forschungs- und Entwicklungscluster zusammen mit mehreren KMU zur Entwicklung der Lidar-Technik für den Einsatz auf Gondeln von Onshore-Windenergieanlagen. In einer Online-Auftaktveranstaltung am 19. Mai 2021 können sich interessierte KMU und auch größere Unternehmen über die Möglichkeiten und Randbedingungen der Beteiligung informieren.

Beispiel einer Windenergieanlage, auf der drei moderne Lidar-Messgeräte auf der Gondel installiert sind, die mittels Lasertechnik den anströmenden Wind bis in mehreren hundert Meter Entfernung erfassen. So sind u. a. vorausschauende Regelungskonzepte möglich, mit denen sich die Erträge steigern und gleichzeitig die Belastungen der Bauteile von WEA reduzieren lassen. 

Auf jeder Windenergieanlage (WEA) befindet sich ein Windsensor, dessen Messung zur Anlagenregelung und zum Performance-Monitoring verwendet wird. Durch den Einsatz von modernen Lidar-Messgeräten, welche ebenfalls auf der Gondel der WEA montiert werden können, lässt sich mittels Lasertechnik der anströmende Wind bis in mehreren hundert Meter Entfernung erfassen. Damit sind u. a. vorausschauende Regelungskonzepte möglich, mit denen sich die Erträge steigern und gleichzeitig die Belastungen der Bauteile von WEA reduzieren lassen.

In einer ersten Stufe gilt es, Herausforderungen und Themenschwerpunkte gemeinsam mit den partizipierenden Unternehmen zu identifizieren und abzustimmen. In der zweiten Stufe thematisieren die involvierten Wirtschaftspartner im KMU-akut-Cluster »GoLidar« Problemstellungen aus den eigenen Unternehmen. Daraus wählt die Fraunhofer-Projektleitung Themen für zwei Machbarkeitsstudien und zwei Validierungsprojekte aus und führt diese in enger Abstimmung mit den Partnern aus der Wirtschaft durch. Die Forschungsergebnisse werden allen teilnehmenden Unternehmen des KMU-akut-Clusters »GoLidar« noch vor Jahresende präsentiert. Die KMU erhalten für ihre Mitwirkung zwar keine Fördermittel, aber frühzeitig relevante Informationen und Erkenntnisse, die sie für ihre eigenen Produktentwicklungen nutzen können.

In der Online-Auftaktveranstaltung am 19. Mai 2021, 14 -15 Uhr, möchten die Fraunhofer-Forscher interessierten Unternehmen das Cluster »GoLidar« vorstellen und diese für eine mögliche Teilnahme gewinnen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter: https://www.iee.fraunhofer.de/GoLidarStart

Fachansprechpartner*innen

 

Fraunhofer IWES
Dr. Julia Gottschall
Fraunhofer IWES
E-Mail: julia.gottschall@iwes.fraunhofer.de

Fraunhofer IEE
Dr. Paul Kühn
Fraunhofer IEE
E-Mail: paul.kuehn@iee.fraunhofer.de